Themenvorschläge

In der folgenden Tabelle sind stichwortartig mit kurzen Erläuterungen Themen aufgeführt, die uns für den didaktischen Prüfstand genannt wurden. Wenn Sie eines der Themen bearbeiten möchten oder weitere Vorschläge einreichen möchten, tragen Sie dies bitte im Kommentarfeld unterhalb der Tabelle ein. Dazu müssen Sie allerdings MNU-Mitglied sein und sich über Login angemeldet haben.

Stichwort

Kurze Erläuterung

„Stoffpyramide“ oder Einteilung der „Materie“?      

 „Stoff“ als Oberbegriff nur für Elemente und Verbindungen oder zusätzlich auch noch für Gemische? (Man sagt oft: Bei einer chemischen Reaktion entsteht mindestens ein neuer Stoff, meint dabei aber auf keinen Fall ein Gemisch, sondern eigentlich einen Reinstoff.)

Stoffbegriff

„Stoff“ wird im Alltag und in biologischen zusammenhängen oft für eine Spezies von Ionen gebraucht, ohne die Gegenionen zu beachten. Beispiel: „Einige Mineralstoffe … beeinflussen einander, zum Beispiel Natrium und Kalium“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Mineralstoff).

Wie formuliert man korrekt und verständlich?

Teilchen

Mit „Teilchen“ kann vieles gemeint sein: Nanoteilchen, Makromoleküle, Moleküle, Atome, Elementargruppen, Ionengruppen, Elementarteilchen, Ionen, Teilchen in Lösungen (Komplexe), Ausschnitte aus Gittern (gedachte Teilchen). Es gibt für einige dieser Phänomene mehrere Bezeichnungen. Wunsch: Analoge Begriffspyramide der Teilchen zu der der Materie (Stoffe).

Siehe Thema Die »kleinsten Teilchen« der Reinstoffe

Atom

Atom:  Nur für ungeladene Atome „im Grundzustand“ oder auch für Bausteine von Teilchen, also (teil-)geladene, „gebundene“ Atome?

Siedepunkt

Festpunkt oder Siedetemperatur/Gefriertemperatur?

Lauge

alkalische Lösung oder basische Lösung?

Namensgebung für Stoffe, die zusammen mit Wasser eine alkalische Lösung bilden (also z. B. Kaliumhydroxid oder Ammoniak)

Gegenbegriff zu "Säure" (für einen Reinstoff) gesucht

Namensgebung für Stoffe, die zusammen mit Wasser eine saure Lösung bilden (also z. B. Kaliumhydrogensulfat oder Kohlenstoffdioxid)

Mehrdeutigkeit von "Säure" zulassen oder unterschiedliche Begriffe einführen?

Namensgebung für Stoffe, die zusammen mit Wasser eine neutrale Lösung bilden (also z. B. Natriumchlorid oder Sauerstoff)

Benötigen diese Reinstoffe einen Oberbegriff?

pH-Wert

Grenzen der Skala?

Ist die „Reaktionsheftigkeit“ bei der Reaktion mit Sauerstoff ein Maß für das Redoxpotenzial? Begriffsabgrenzung zwischen Reaktionsheftigkeit, Sauerstoffaffinität, edlem Charakter von Stoffen, energetischen Aspekten bei Verbrennungen (Verbrennungsenthalpie), Redoxpotenzial.

DNA

Ist damit ein Stoff, ein Molekül, ein Ion oder eine Zusammenfassung verschiedener Teilchen gemeint?

Bindungsenergie

„Energievorrat“, der in der Bindung gespeichert ist?

Stoffteilchen von Metallen und Edelgasen

Jeweils Atome, obwohl die Atome in Metallen untereinander durch Metallbindungen verbunden sind?

Elektrode, Kathode, Anode

Gemeinsame übereinstimmende Definition in Physik und Chemie möglich?

Spannungsquelle

Stromquelle, Netzgerät, Elektronenpumpe, … Was spricht wofür?

Dunkelreaktion (im Zusammenhang mit der Photosynthese)

Findet sie nur im Dunkeln statt?

Außenelektronen oder Valenzelektronen?

 

Atombindung, Elektronenpaarbindung oder kovalente Bindung ?

 Siehe Die chemische Bindung in Molekülen

Nicht bindende Elektronenpaare

können aber z. B. ein Proton binden

Siehe Die chemische Bindung in Molekülen

Oxidationszahl der H-Atome bei „unpolaren“ C-H-Bindungen

0 oder +I?

Oktettregel oder Edelgasregel?

 

Oktetterweiterung oder konsequentes Anwenden der Oktettregel

z. B. S im Schwefelsäure-Molekül mit 4 Einfach-Bindungen (mit oder ohne formale Ladungen?) oder mit 2 S-O-Doppelbindungen?

„Amylose-Moleküle sind aus Glucose-Molekülen aufgebaut.“

Unterscheidung zwischen Molekülteilen und Molekülen der (hypothetischen) Ausgangsstoffe?

Vorschlag: Baustein oder Gruppe? (Analogie zu Seitengruppe, funktionelle Gruppe, Atomgruppe, Ionengruppe)

„Gruppe“ als Bezeichnung von Ausschnitten größerer Teilchen oder Gitterverbänden: Atomgruppe (funktionelle Gruppe, Seitengruppe, Aminosäuregruppe, Monosaccharidgruppe, Monomergruppe, Peptidgruppe statt Peptidbindung)

Monomer/Polymer nur bei Polymerisaten oder auch bei Polykondensaten und Polyaddukten?

 

Oxonium-, Hydronium-, oder Hydroxonium-Ion?..

 

Polysaccharide sind Kohlenhydrate.

Chitin ist ein Polysaccharid, obwohl es  nicht der Definition eines Kohlenhydrates (Cm(H2O)n) entspricht. Sein Molekül enthält Amid-Gruppen (-NH-CO-CH3).

Stoffmenge

„1 mol Kohlenstoff-Atome“ oder „1 mol Kohlenstoff“?

Diese Größe ist nur definiert, wenn die Teilchen spezifiziert werden. Aber es ist mit der Stoffmenge nicht immer eine Stoffportion beschrieben, z. B. n(Na+) = 1 mol. Oder soll man den Stoffbegriff (siehe oben) weiter fassen?

Lokale Änderungsrate

Sie ist nicht für Funktionen mit mehreren Veränderlichen erweiterbar.
Tangentensteigung ist eher vermittelbar.
"Änderungsrate" führt zu Verwirrung, weil damit häufig im Alltag prozentuale Änderungen gemeint sind.

Bergmannsche Regel: Innerhalb eines Verwandtschaftskreises leben in kälteren Gebieten oft größere Individuen als in wärmeren Gebieten. Regeln fördern scheinbares Wissen, Umgang mit Hypothesen dagegen naturwissenschaftliches Verständnis. Auf „Regel“ kann hier verzichtet werden.
Benennung molekularer Verbindungen

Chlorwasserstoff oder Hydrogenchlorid oder Wasserstoffchlorid?
Methylenchlorid oder Dichlormethan?
Phosphorwasserstoff oder Phosphin oder Phosphan?
Ist eine einheitliche Benennung möglich und didaktisch sinnvoll?


Bitte tragen Sie hier Ihre Vorschläge für den Didaktischen Prüfstand ein bzw. Ihre Bereitschaft zur Bearbeitung eines der Themen.

Kommentare  

# Linde Klaus 2018-07-31 20:55
Gerne würde ich einmal den Begriff der "lokalen Änderungsrate" im Zusammenhang mit der Ableitung von Funktionen auf den didaktischen Prüfstand stellen. Dieser Begriff verdient aus drei Gründen eine kritische Betrachtung:
1. Die lokale Änderungsrate ist nicht "aufwärtskompatibel", d.h. nicht für Funktionen mit mehreren Veränderlichen erweiterbar.
2. In der Praxis gehen die meisten Lehrkräfte auf die Tangentensteigung zurück, weil dieser Zusammenhang den Schülern eher vermittelbar ist.
3. Das Wort "Änderungsrate" führt zu Verwirrung, weil damit häufig im Alltag prozentuale Änderungen gemeint sind.
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