Bericht zum Endausscheid des Physik-Wettbewerbs 2016

Der 22. Bundesweite Wettbewerb Physik ist mit drei ersten Preisen zu Ende gegangen.
Vom 18. bis 22. Mai 2016 fand in Hamburg die Bundesrunde statt. 27 Schülerinnen und Schüler aus Klassenstufen 6 bis 10 hatten sich gegen die bundesweite Konkurrenz der ersten beiden Runden durchgesetzt und durften zum Endausscheid nach Hamburg fahren. Voller Vorfreude auf die kommenden Ereignisse, ein wenig aufgeregt aber hochmotiviert reisten die Teilnehmenden am Mittwoch an. Am Abend wartete bereits die erste Herausforderung. Zur Kennenlernen-Bastelrunde hieß es: Baue eine Brücke mit 65 cm Spannweite aus 100 Wattestäbchen, 50 Trinkröhrchen und einer Rolle TESA-Film! Mit Begeisterung und viel Kreativität arbeiteten sie in Dreier-Teams an ihren Bauwerken. Wer schafft die tragfähigste Konstruktion? Leicht und sehr fragil waren die meisten Ergebnisse, das Siegerteam erreichte dann doch eine Tragfähigkeit von fast einem halben Kilogramm.Eine außergewöhnliche Experimentalklausur wartete am nächsten Tag im Hamburger Christianeum auf die Gruppe. Die Bestimmung der Abschussgeschwindigkeit eines Armbrustpfeiles mit Hilfe unterschiedlicher Methoden, z.B. mit einem ballistischen Pendel, über die Bestimmung der Federkonstante oder auch mit Hilfe induzierter Spannungsstöße. Die experimentelle Arbeit machte besonders viel Spaß, weil jeder Gruppe eine Armbrust zur Verfügung stand, selbstverständlich nur mit Pfeilen aus Kunststoff.
In den nächsten beiden Tagen durften die Schülerinnen und Schüler ein Physik-Praktikum am Laserphysik-Institut des DESY machen. Dabei konnten sie sich im Umgang mit Oszillograph und Funktionsgenerator üben ebenso wie im Messen von Amplitude und Effektivwert.Einig waren sich alle im positiven Urteil über das Kultur- und Freizeitprogramm, Spitze war das Hamburg Dungeon, ein interaktives Theaterstück mit Horror-Showeinlagen. Mit dem Wassertaxi auf der Elbe zu den Landungsbrücken fahren und das Hafenflair genießen gehörte zu den absoluten Highlights. Bezeichnend für die fünf Tage Bundesrunde in Hamburg ist die Anmerkung einer Teilnehmerin, dass sogar die Theorieklausur eine tolle Sache war, weil man sich hier richtig mit Physikkenntnissen und mathematischen Fähigkeiten beweisen musste.Am Sonntag hieß es Abschied nehmen, natürlich nicht ohne die Siegerehrung am Vormittag. Herzlichen Glückwunsch an die drei Sieger Marco Köhl (Würzburg), Jule Schrepfer (Ilmenau) und Jan Jakob (Marbach am Neckar), ebenso an die fünf Zweitplatzierten Timo Hofmann (Leipzig), Antonio Lauerbach (Würzburg), Vera Koepke (Mosbach), David Tzafrir (München) und Carlotta Nekat (Duisburg). Einen dritten Preis erreichten Luisa Hartlage (Rahden), Nico Lückmeier (Rahden), Daniel Praetorius (Lachendorf), Stefan Drewniok (Bogen), Simon Fiebich (Erfurt), Nina Grözinger (Vaihingen an der Enz) und Caitlin Hohmeier (Rahden). Auch ihnen gratulieren wir zu diesem Erfolg. Selbstredend, dass so eine Veranstaltung nicht ohne die finanzielle Unterstützung eines Sponsors durchgeführt werden kann. Unser besonderer Dank gilt der Carl Zeiss AG, die schon seit vielen Jahren ausreichend Mittel für die Bundesrunde zur Verfügung stellt. Die Kosten für die Organisation und die Teamtreffen übernimmt der MNU als Träger des Wettbewerbs mit Unterstützung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), der an dieser Stelle auch nochmal herzlich gedankt sei. Ein besonderer Dank gilt aber auch Herrn Dr. Klaus Henning, der mit großem Engagement und viel Zeitaufwand die Bundesrunde organisiert und so für einen reibungslosen und für alle Beteiligten unvergesslichen Aufenthalt gesorgt hat.

Harald Ensslen und Birgit Eisner im Namen aller Jurymitglieder des Bundesweiten Wettbewerb Physik.

Bundessieger Physikwettbewerb 2016

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