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"ALLES ist Wissenschaft – Deutsches Museum"

Bericht über das Reisestipendium Deutsches Museum München 2023

Auch in diesem Jahr konnte der Landesverband Rheinland-Pfalz wieder einen eigenständigen Stipendiatenkurs im Deutschen Museum in München ausrichten. Am 17.07.23 reiste daher eine Gruppe der Teilnehmenden aus Preisträgern des Wettbewerbs Jugend forscht/Schüler experimentieren gemeinsam mit dem Zug nach München.

Bei schönem Wetter traf die Gruppe im Laufe des Montagnachmittags ein. Trotz der bereits fortgeschrittenen Uhrzeit wurde die Möglichkeit, noch für etwa eine halbe Stunde Museumsluft zu schnuppern, genutzt, um schon einmal einen ersten Überblick über alle aktuell geöffneten Ausstellungen zu bekommen. Nach dieser ersten Besichtigung konnten die Zimmer im Kerschensteiner Kolleg, welches räumlich direkt an das Museum angegliedert ist und auch zum Museum gehört, bezogen werden. Im Anschluss gab es eine kurze Vorstellung von möglichen Projekten für die kommenden Tage. Das gemeinsame Abendessen und einem anschließenden Spaziergang mit privater Führung durch die Münchner Innenstadt rundeten den ersten gemeinsamen Tag ab.

Der Dienstag startete mit einem ausgewogenen Frühstück, welches, wie bereits im Vorjahr, aufgrund der aktuellen Schließung des Museumsrestaurants direkt im Kolleg durch eigene Organisation stattfand. Im Anschluss begrüßte eine Mitarbeiterin des Kerschensteiner Kollegs die Gruppe offiziell und das Programm im Museum durfte beginnen. Während des Vormittages gab es dann die erste Führung Highlights des Deutschen Museums, die die Gruppe der jungen Nachwuchsforscherinnen und -forscher nun völlig in den Bann des Deutschen Museums zog. Danach wurden in Eigenregie die Ausstellungen genauer unter die Lupe genommen, sowie an öffentlichen Führungen und Vorstellungen teilgenommen. Der Abend wurde gemeinsam im Münchner Michaelisbad ausklingen gelassen, wo die Gruppe sich auch abseits des Museums besser kennen lernen konnte.

Mit einer Science-Show im Museum startete der Mittwochmorgen. Hierbei brachte Kim Ludwig-Petsch das Thema Sound näher. Die Show war interaktiv gestaltet und auch selbst konnte nicht nur Musik gemacht werden, sondern es wurden auch einige physikalische Konzepte zu diesem Thema vermittelt. In der Mittagszeit wurde das Planetarium des Deutschen Museums besucht, womit man bereits bestens für das kommende Abendprogramm vorbereitet war. Am Nachmittag gab es in der Ausstellung Bild Schrift Codes eine ausführliche Führung zu den Themen Schriftentwicklung, Buch- und Bilddruck, sowie Verschlüsselung von Schrift. Im Anschluss durfte die Gruppe in dem Bereich Kryptographie dieser Ausstellung noch zwei Action-Bounds testen, welche im letzten Jahr auf dieser Studienfahrt von Informatik-Studierenden der Universität Koblenz entwickelt worden waren. Nach einem stärkenden Abendessen stand am Abend ein Besuch in der Volkssternwarte München an. Trotz des erst etwas wolkenverhangenen Himmels konnte direkt bei Ankunft ein Blick auf den Planeten Venus durch eines der Teleskope erhascht werden. Anschließend gab es zum einen eine Führung, bei der viele interessante Fragen geklärt wurden, und zum anderen eine zweite Planetariumsaufführung für diesen Tag, was die Gruppe endgültig zu Experten der Astronomie machte. Zum krönenden Abschluss klarte der Himmel doch noch auf und es konnte durch die Teleskope neben dem Mond sogar der Saturn mit seinen Ringbahnen begutachtet werden.

Am darauffolgenden Tag wurde die Gruppe morgens als erstes in der Abteilung Gesundheit begrüßt und auf eine spannende Führung durch die Geschichte der Medizin mitgenommen. Es ging vor allem um wichtige Entdeckungen, die zur Weiterentwicklung der Medizin beitrugen, aber auch spezielle Themen wie diverse Organe des Menschen und Operationstechniken wurden behandelt. Neben der Medizin wurde zudem der Pharmazie ein entsprechender Raum gegeben. Der Nachmittag stand wieder für Eigenstudien zur Verfügung. Neben dem Teil des Deutschen Museums, welcher sich auf der Museumsinsel befindet, gab es an diesem Nachmittag zusätzlich die Möglichkeit, die etwas außerhalb liegende Flugwerft in Schleißheim zu besuchen. Der Abend stand zur freien Verfügung und wurde von einigen für einen Ausflug in den Englischen Garten genutzt.

Der Freitag startete wieder mit Zeit sich frei im Museum umzusehen und Ausstellungen selbst zu studieren, die noch nicht so ausgiebig oder gar nicht behandelt wurden. Einige der Teilnehmenden nutzen die Möglichkeit, an einem Raketen-Workshop teilzunehmen, in dem es um Raumfahrt generell und um den Bau von eigenen kleinen Raketen ging. Am Nachmittag stand dann bereits die letzte offizielle Führung durch die Ausstellung Musikinstrumente an. Auf Wunsch der Gruppe wurde hierbei das Thema Orgelmusik behandelt. Neben der Vorstellung diverser Orgeln aus verschiedenen Epochen und der Technik dieses Instruments überraschte die Führerin Anna Schamberger mit anspruchsvollen musikalischen Einlagen aus der Klassik und der Moderne. Für positives Aussehen bei den Besuchern des Museums sorgten am Ende einige der musikalisch talentierten Teilnehmenden, die sich sogar selbst einmal an der großen Orgel versuchen durften. Nach dem Versuch einiger Schülerinnen und Schülern, einem Alphorn Töne zu entlocken, konnte sogar noch der verborgene Keller dieser Abteilung besichtigt werden, in dem alle Instrumente gelagert werden, welche nicht in der aktuellen Ausstellung gezeigt werden. Diese Sammlung umfasst einerseits Jahrhunderte alte Instrumente und auch kuriose Instrumente aus anderen Kulturen. Der letzte gemeinsame Abend wurde gemeinsam mit einem Abendessen beim Italiener verbracht.

Am nächsten Tag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Nicht nur vom Deutschen Museum und der großartigen Unterkunft im Kerschensteiner Kolleg, sondern auch von den Teilnehmenden untereinander, die sich zu einer guten Gruppe gefunden haben. Noch einmal wurde die Möglichkeit genutzt, das Museum zu genießen und erneut die Lieblingsabteilungen zu besuchen oder aber auch Abteilungen, die trotz der ganzen Woche noch nicht geschafft wurden. Am Nachmittag trat die Gruppe erschöpft, aber mit ganz vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen die Heimreise an.

[Luise Kamp, Jan-Malte Pixius, Dr. Alexander Hug]

 

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