Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Naturwissenschaften (GERRN)

Seit Jahrtausenden wird über den Wissensstand von Schülerinnen und Schülern geklagt: Zu wenig bleibe hängen. Naturwissenschaftliche und mathematische Bildung in der Sekundarstufe I leiste nicht die Voraussetzungen für Alltag und Lehre bzw. für die gymnasiale Oberstufe.

Das Vorhaben

Deshalb hat sich MNU, der Verband zur Förderung des MINT-Unterrichts , zusammen mit seinen befreundeten in- und ausländischen Verbänden auf den Weg gemacht, analog zum erfolgreichen „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“  einen Vorschlag für einen „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen Naturwissenschaften“ zu formulieren. Das Besondere an diesem Ansatz ist: Nicht der Schulunterricht wird als Ausgangspunkt in den Blick genommen, sondern die naturwissenschaftliche Allgemeinbildung der Menschen in der Gesellschaft. Da für diese verschiedene Niveaus zu definieren sind, schlägt MNU vor, diese an den üblichen Schulstufen zu orientieren:

A1:         Vor der Grundschule

A2:         Ende Klasse 6

B1:         Ende Sekundarstufe I

B1+:       Ende Sekundarstufe I mit Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe

B2:         Abitur mit Zugangsberechtigung zur Hochschule

C1:         Bachelor-Abschluss in einem naturwissenschaftlichen Fach

C2:         Master-Abschluss in einem naturwissenschaftlichen Fach

In den Auseinandersetzungen, was in diesen zu erstellenden Kanon gehört, und wie die Zusammenstellung zu begründen ist, soll möglichst europaweit zu einem Konsens darüber gefunden werden, was unter „naturwissenschaftlicher Bildung“ zu verstehen ist. Diese normative Setzung ist dann der Ausgangspunkt für weitere Schritte im Bildungsbereich, denn es ist zu klären, wie der naturwissenschaftliche Unterricht in den Schulen auszustatten und zu gestalten ist, damit das beschriebene Ziel auf verschiedenen Niveaus erreicht werden kann.

Ziele des GERRN

•             Beitrag zur Stärkung der Naturwissenschaften in Schule und Gesellschaft

•             Anerkennung der Naturwissenschaften als Kulturgut der Menschheit

•             Orientierung der einzelnen Lehrperson über die mit ihren Schülern anzustrebenden Ziele

•             In sich stimmige, altersgerechte Entwicklung der naturwissenschaftlichen Bildung jedes Menschen von Anfang an bis zum Ende seiner Ausbildung und Befähigung zu lebenslangem selbstständigen Erweitern der eigenen Kompetenzen

•             Richtschnur für Autoren von Bildungsplänen und Schulbüchern

•             Stärkere Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Naturwissenschaften bei den Schülern durch altersgemäße, nicht überzogene Anforderungen

•             Stärkung einer Entwicklung zur nachhaltigen Bedeutung der naturwissenschaftlichen Bildung durch Sicherung des Niveaus.

Beim Bundeskongress in Leipzig 2016 wurden erste Entwürfe der Fächer Biologie, Chemie und Physik vorgelegt und mit Fachkollegen in einem Symposium diskutiert. Die Entwürfe werden nun auf Gemeinsamkeiten, Vollständigkeit und auf mögliche Begründungszusammenhänge überprüft. Fachdidaktiker haben sich zur Mitarbeit angeboten.

Schon beim MNU-Bundeskongress in Aachen soll der erste vollständige Entwurf vorliegen.

Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Naturwissenschaften (GERRN)

Bildung stärken: naturwissenschaftlichen Unterricht verändern

Kommentare  

# Susanne Eßer 2017-02-21 08:30
Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,

ich interessiere mich für die weitere Entwicklung dieses Referenzrahmens. In der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule NRW entwickele ich Unterstützungsmaterialien für den inklusiven Unterricht u.a. in Mathematik und den Naturwissenschaften. Ein solcher Referenzrahmen wäre dabei einb wichtiger und hilfreicher Orientierungsrahmen.
Leider kann ich nicht zur Tagung nach Aachen kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Eßer M.A.
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