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Unterrichtseinheit "Austernriffe der Nordsee als Hotspots der Biodiverstät" - Vorstellung der bereits im Projekt PROCEED entwickelten Materialien und Abfrage möglicher Zusammenarbeit
Vortragende/r: Corina Peter
Co-Autoren:Dr. Bernadette Pogoda
Institution:Alfred-Wegener-Institut
Datum:16. November 2020
Zeit:16:00 - 16:45 Uhr
Raum:Biologie

Die Projekte RESTORE und PROCEED des AWI bearbeiten die ökologischen Wiederansiedlung der Europäischen Auster in der deutschen Nordsee. Die Austernriffe der heimischen Austernart bedeckten einst weite Teile des Nordseebodens und bildeten dort einen einzigartigen Lebensraum, den es als wiederherzustellen gilt.

Um dieses Wissen SchülerInnen wieder zugänglich zu machen und eine Alternative zu den etablierten Beispielen zu bieten, soll das Ökosystem Austernriff in Zukunft dazu dienen, Grundbegriffe der Ökologie sowie ökologische Zusammenhänge in Ökosystemen im Unterricht zu erklären.

Die Lebensgemeinschaft Austernbank und die Auster als ökologische Schlüsselart stellen den thematischen Schwerpunkt der Unterrichtseinheit dar. Durch ihre Eigenschaft, bevorzugt auf den Schalen der eigenen Art zu siedeln bilden Austern biogene Riffe, die, ähnlich Korallenriffen, dem umgebenden Lebensraum eine Vielzahl an Ökosystemfunktionen bieten. Diese umfassen u.a. eine Verbesserung der Wasserqualität durch die hohe Filtrationsleistung der Austern und die Bereitstellung von Siedlungsuntergrund, sowie Schutz- und Versteckmöglichkeiten auf und zwischen den Austernschalen, die z.B. vielen Fischarten als Laichgrund und Kinderstube dienen. Damit begründet das Austernriff auch einige Ökosystemleistungen, von denen der Mensch direkt und indirekt profitiert. Die Europäische Auster ist eine Schlüsselart für die Nordsee und für das von ihr gebildete Ökosystem. Damit dient sie im Unterricht als erklärendes Beispiel für die Zusammenhänge im Ökosystem.

Im Rahmen eines kurzen Vortrags auf der MNU Tagung möchten wir, das PROCEED Team, unser Projekt und die darin bereits entwickelten Unterrichtsmaterialien und -ideen interessierten LehrerInnen vorstellen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit abfragen. Gegenüber direktem Feedback zur Umsetzbarkeit und Anpassung der Materialien sind wir natürlich offen und freuen uns auf mögliche weitergehende Gespräche zu dem Thema.