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Der Stickstoffproblematik auf der Spur – Experimentelle Untersuchungen im Schülerlabor
Vortragende/r: Mientje Lüsse
Co-Autoren:Frauke Brockhage (Universität Osnabrück), Lars Otte (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Marco Beeken (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Verena Pietzner (Universität Oldenburg)
Institution:Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Chemie, Didaktik der Chemie
Datum:17. November 2020
Zeit:15:00 - 15:45 Uhr
Raum:Chemie 2

In der heutigen Zeit steigen die Forderungen für eine nachhaltige Entwicklung seitens der Gesellschaft, Wissenschaft und Politik rasant. Initiativen wie beispielsweise Fridays for Future setzen sich dafür ein, die Belastungsgrenzen unseres Planeten zu berücksichtigen und einzuhalten. Die planetaren Leitplanken verdeutlichen im Bereich der Ökologie die Relevanz einer nachhaltigen Entwicklung, wobei insbesondere der Stickstoffkreislauf als einer der wichtigsten biochemische Flüsse durch anthropogene Einflüsse bereits stark destabilisiert ist. Die Einflüsse des Menschen und daraus resultierende Folgen sind an verschiedenen Stellen des Stickstoffkreislaufes festzustellen – so ist insbesondere im Nordwesten Deutschlands die Nitratbelastung von Grund- und Oberflächengewässern sehr hoch. Resultierende Folgen für das Leben an Land und unter Wasser sind unter anderem die Verdrängung von Pflanzenarten und ein Rückgang der biologischen Vielfalt, die Eutrophierung von Gewässern und die Gefährdung der menschlichen Gesundheit.
Um der Thematik experimentell auf den Grund zu gehen, wurde von den Universitäten Oldenburg und Osnabrück ein Schülerlabor zur Stickstoffproblematik entwickelt. Als Zielgruppe sollen vorwiegend die Jahrgänge 9 und 10 der Sekundarstufe I angesprochen werden; gleichwohl ist durch eine individuelle Auswahl und Ergänzung der Experimente auch eine Durchführung in der Sekundarstufe II möglich. Im Schülerlabor werden neben den Eintrags- und Verteilungswegen reaktiver Stickstoffverbindungen (z. B. Nitrat und Stickoxide) auch die Folgen für Mensch und Umwelt betrachtet. Darüber hinaus werden präventive Maßnahmen und individuelle Möglichkeiten zur Begegnung dieser Problematik diskutiert.
Im Rahmen eines Experimentalvortrags werden nach einer kurzen inhaltlichen Einführung einige Elemente des Schülerlabors vorgetragen und anschließend Raum für Diskussion und Nachfragen gegeben.