VC_21 - Nano goes Green - and more


Leiter: Dr. Peter Heinzerling
Datum: 19.11.2018
Dauer: 10:00 - 10:45 Uhr
Plätze:noch 99 Plätze frei
 
Seit zehn Jahren wurden Experimentalvorträge zum Thema Nano gehalten, bei denen überwiegend klassische chemische Reaktionen zur Darstellung der Nanopartikel zum Einsatz kamen. Diese Reaktionen waren jeweils kompatibel zum Basiskonzept Chemische Reaktion mit den jeweiligen Reaktionsprinzipien. Im nunmehr geplanten Experimentalvortrag sollen ganz überwiegend grüne Konzepte zum Einsatz kommen. Wie häufig ist diese Herangehensweise im Prinzip nicht neu. Schon die Schule des berühmten Kolloidchemikers russischen Peter von Weimarn publizierte bereits vor 90 Jahren aus dem Exil in Kobe (Japan) interessante Methoden zur Herstellung von rotem Nanogold mithilfe von Pflanzenextrakten [1]. Erst vor zehn Jahren gab es einen Publikationsschub aus Indien, der in 2015 referiert wurde [2]. Hier standen meist Teeextrakte im Vordergrund. Es ergeben sich dort Möglichkeiten, die Synthesen nunmehr auch in der Kälte durchzuführen. Die Synthesen wurden nicht nur mit Teeextrakten, sondern auch mit Kaffee, Honig und Bananenschalen durchgeführt. Goldnanopartikel gehen i.d.R. von hoch verdünnten Gold(III)chlorid-Lösungen aus. Es geht aber auch deutlich kostengünstiger mit Silbernanopartikeln aus hoch verdünnten Silbernitrat-Lösungen. Selbst die Synthese von Eisennanopartikeln erschließt sich. Im letzten Teil des Vortrags werden vor historischem Hintergrund noch nette Small-Scale-Synthesen mit Wasserstoff als Reduktionsmittel vorgeführt [3]. Würde man regenerativ erzeugten Wasserstoff verwenden – ein Konzept der Energiewende – wären auch sie grün. [1] E. Iwase, Kolloid-Z. 1928, 44, 42–44. [2] S. Ahmed, S. Ikram, Nano Res. Appl. 2015, 1. [3] P. Heinzerling, Nachrichten aus Chem. 2017, 65, 572–574.