VC 24-001

Erste Hilfe beim Umgang mit Gefahrstoffen
Vortragende/r: Dr. Thomas Lehmann
Institution:MNU Landesverband Berlin/Brandenburg
Datum:24. März 2019
Zeit:08:30 - 09:15 Uhr
Raum:Kali-Chemie-Hörsaal

Oft schwingt beim Umgang mit Chemikalien dann doch eine gewisse Angst mit. Was ist, wenn ich „Chemikalien abbekomme“? Steckt in der Schnittwunde nicht doch „Chemie“? Oder Glas vom zerbrochenen Reagenzglas? In den Sicherheitsinformationen für manche Chemikalien liest man, dass „wenige Atemzüge“ ausreichen würden, um ein tödliches Lungenödem auszulösen. Wann ist man denn jetzt vergiftet?
Nach der „Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht“ (RiSU) sollen Lehrkräfte in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern zu Ersthelfern ausgebildet sein (I 3.14). Ersthelfer wird man durch den erfolgreichen Besuch eines ganztägigen Kurses, der gemäß § 26(2) DGUV-Vorschrift 1 von einer vom Unfallversicherungsträger anerkannten Stelle durchgeführt werden muss. Thema solcher Grundkurse sind allerdings vor allem Dinge wie die Rettungskette und die lebenserhaltenen Maßnahmen bei Bewusstlosigkeit.
Beim Umgang mit Gefahrstoffen verlangt die DGUV-Vorschrift 1 deshalb eine entsprechende Zusatzausbildung (§ 26(4)) und die RiSU, dass entsprechende Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Unterricht festzulegen sind (I-3.14).
Um diesen Schwerpunkt geht es. Der Vortrag kann also einen Erste-Hilfe-Kurs nicht ersetzen, aber für die spezifischen Aspekte bei Verletzungen, die beim Umgang mit Gefahrstoffen auftreten können, eine Hilfestellung geben. Obwohl das Thema eigentlich eine Zusatzqualifikation für Ersthelfer ist, kann der Vortrag gern auch von Teilnehmern besucht werden, die (noch) nicht Ersthelfer sind.