Am 24. November 2025 lud das Pädagogische Landesinstitut Speyer zur MINT-Tagung des rheinland-pfälzischen MNU-Landesverbands ein. In zehn praxisorientierten Veranstaltungen entdeckten Grundschul- und Sekundarstufen-Lehrkräfte innovative Ansätze für ihre Fächer.
Die Vielfalt der Themen bot für jede Lehrkraft spannende Einblicke und neue Impulse für den eigenen Unterricht. Komplettiert wurde das Angebot der innovativen Workshops durch eine Lehr-Lernmittel-Ausstellungim Foyer des Pfalz-Kollegs.
Eröffnet wurde die Tagung mit einem Vortrag von Prof. Dr. Stefan Müller (Universität Koblenz), der unter dem Titel „Vertrauen ist gut – Verstehen ist besser: Warum und wie ‚Nature of Science‘ in den MINT-Unterricht gehört“ aufzeigte, wie ein reflektiertes Verständnis von Wissenschaft Lernende befähigt, mit Fake News, KI-generierten Inhalten und kontroversen Erkenntnissen kritisch umzugehen. Er diskutierte, welche Vorstellungen Schülerinnen und Schüler überhaupt von Naturwissenschaften haben, und stellte unterrichtspraktische Zugänge vor, mit denen sich Nature of Science systematisch in den Fachunterricht integrieren lässt.

Im anschließenden Programm gestalteten Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikter ein breites Spektrum an Workshops: So wurden etwa mit digitalen Simulationen Wege aufgezeigt, wie sich komplexe biologische Prozesse motivierend, sicher und ressourcenschonend vermitteln lassen. In einem Calliope-Workshop wurden dagegen konkrete Unterrichtssequenzen für den Einstieg in algorithmisches Denken und fächerübergreifende Informatik entwickelt. Andere Angebote widmeten sich dem Einsatz von KI-Tools für didaktische Szenarien, für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien, für das Experimentieren und für Prüfungsformate sowie für KI-gestütztes, formatives Feedback im Informatikunterricht zur Förderung sprachlicher Kompetenzen. Das Programm wurde durch praxisnahe Formate zu Raumfahrt-Materialien, spielerischer Robotik mit OzoBots, sprachsensibler Förderung im Sachunterricht, der Arbeit mit Lebens- und Forschungsgeschichten von Naturwissenschaftlerinnen sowie dem Erkennen logischer Fehlschlüsse in Alltagstexten ergänzt.

Die gelungene Synthese aus Wissenstransfer, Vernetzung und kreativen Konzepten machte die Tagung zu einem echten Funke für MI(n)T-Innovationen.
Die MNU Rheinland-Pfalz bedankt sich herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie bei den Mitwirkenden vor Ort für ihre engagierte Unterstützung und freut sich auf die nächste Landestagung im Herbst 2026 an der Universität Koblenz.
(Eine Übersicht über alle angebotenen Workshops finden Sie hier.)
Im Anschluss an die Tagung fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt, in der u. a. der Vorstand des Landesverbandes neu gewählt wurde. Wir danken besonders für die Aktivitäten unseres langjährigen Fachreferenten für Informatik, André Metzger, und für Mathematik, Martin Deckert, für Ihr Engagement im und für den MNU.
[Dr. Johannes Lhotzky]

