![]() | Wider die doppelte Diskontinuität in der Mathematiklehrerbildung für das Gymnasium: Am IEEM der TU Dortmund fand am 28.-29.10.2011 eine von GDM, DMV und MNU gemeinsam veranstaltete Fachtagung Lehrerbildung Mathematik statt. Ihr Motto knüpfte an die von Felix Klein vor über hundert Jahren konstatierte ‚doppelte Diskontinuität‘ an. |
Die Fachtagung wurde von Prof. Dr. Susanne Prediger, Dr. Christoph Ableitinger und Prof. Dr. Jürg Kramer organisiert und von 37 Experten besucht. Sie beschäftigte sich mit Ansätzen zu Verknüpfungen der fachinhaltlichen Veranstaltungen mit schulischen Vorerfahrungen und Erfordernissen im Lehrerberuf. Für MNU nahmen Hans-Jürgen Elschenbroich und Gaby Heintz vom Bundesvorstand teil.
Ausgehend von Problemanalysen zur doppelten Diskontinuität der Lehramtsausbildung sind in den letzten Jahren an vielen Standorten Konzepte entwickelt worden für sinnstiftende Anfangsveranstaltungen und Aufbereitung der fachlichen Inhalte für späteres didaktisches Handeln zwischen fachinhaltlichen und fachdidaktischen Ausbildungselementen. Stellvertretend sei nur das Projekt ‚Mathematik neu denken‘ an den Universitäten Siegen und Gießen genannt.
Die Fachtagung widmete sich diesen Konzepten und ihrer Umsetzung in Lehrveranstaltungen. Ziel ist die Zusammenstellung möglichst konkreter Materialien und ihrer Reflexion in einem Sammelband, der zur Verbreitung der Ideen an andere Standorte beiträgt.
In einem Abschluss-Statement aus der Sicht der Schule wurde von Hans-Jürgen Elschenbroich (MNU) auf die bemerkenswerte Kontinuität dieser doppelten Diskontinuität hingewiesen. In der Einleitung zur ‚Elementarmathematik vom höheren Standpunkte aus‘ von Felix Klein aus dem Jahre 1908 finden sich viele Aussagen, die auch heute noch zutreffen und aktuell sind. Dies lässt darauf schließen, dass es um das ‚Bohren dicker Bretter‘ geht und dass uns dieses wichtige Thema auch weiterhin beschäftigen wird.






