VN 09-005

Diagnose und Förderung experimenteller Problemlösekompetenz von Schülerinnen und Schülern (SuS) in den Naturwissenschaften
Vortragende/r: Prof. Dr. Kerstin Höner
Co-Autoren:Lisanne Kraeva, Dr. Axel Eghtessad, Dr. Dagmar Hilfert-Rüppell
Institution:Technische Universität Braunschweig, Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften, Abt. Chemie und Chemiedidaktik
Datum:09. April 2017
Zeit:14:00 - 14:45 Uhr
Raum:H 07

Die Fähigkeit zum Problemlösen gehört besonders in den MINT-Fächern zu den zu erwerbenden Kompetenzen im Unterricht und lässt sich als „zielorientiertes Denken und Handeln in Situationen, für deren Bewältigung keine routinierten Vorgehensweisen verfügbar sind“ definieren (Fleischer et al. 2010). Dabei kann man zwischen domänenspezifischen und domänenübergreifenden Prozessen unterscheiden, d. h. zwischen Aspekten einer Kompetenz, die an den Erwerb von bereichsspezifischen konzeptuellem Wissen gebunden ist, und solchen, die stärker den Status allgemeiner Strategien besitzen (Hammann 2004). Aufgrund der ausgeprägten Handlungsorientierung der Naturwissenschaften stellt die Entwicklung experimenteller Problemlösefähigkeit eine besondere Herausforderung dar.
Für die Diagnose der Problemlösefähigkeit in den Naturwissenschaften wurde eine experimentelle Aufgabensequenz entwickelt und im Zusammenhang mit anderen Testinstrumenten erprobt (N = 435). Es hat sich gezeigt, dass die Aufgabensequenz vorwissensneutral in den Jahrgangsstufen 5-10 einsetzbar ist und sich für Diagnosezwecke eignet. Darüber hinaus wurden interessante Zusammenhänge zwischen der Problemlösefähigkeit und anderen kognitiven und nicht-kognitiven Persönlichkeitsmerkmalen gefunden. Die Ergebnisse werden vorgestellt und Fördermöglichkeiten für den Unterricht abgeleitet.
Fleischer, J., Wirth, J., Rumann, S., Leutner, D. (2010). Z. f. Päd. 56. Jg., Beiheft 56, 239-248. Hamann, M. (2004). MNU 57/4, 196-203.