Die aktuellen Nachrichten und die wissenschaftlichen Ergebnisse zu den Veränderungen des Klimas geben Anlass zu einem Perspektivwechsel und stellen uns vor die Aufgabe, unseren Schüler/innen zu erklären, welche Bedeutung das Pariser Abkommen für uns und insbesondere für die heutige Schülergeneration hat, und welche Konsequenzen sich für die Schule als Bildungsinstitution daraus ergeben.

Die Bereitstellung und Nutzung von Energie für unsere Mobilität, Ernährung, Kommunikation und notwendig erscheinende Lebensbedingungen füllt derzeit unsichtbar die Atmosphäre immer weiter mit Treibhausgasen an. Das Rahmenübereinkommen der Staatengemeinschaft über Klimaänderungen zeigt auch Schulen den Weg, sich dieser Tatsachen bewusst zu werden und die Dringlichkeit einer nachhaltigen Nutzung zu verstehen. Alle Fächer können − sorgfältig abgestimmt − ihren Beitrag dazu leisten, dass Schulen zu Demonstrationsmodellen für ein zuversichtliches Umsteuern in Richtung einer klimaneutralen Gesellschaft werden.

Der MNU e.V. unterstützt Bestrebungen die Klimaproblematik in der Schule angemessen zu thematisieren

1. Bereitstellung von fächerübergreifenden Umsetzungshilfen für den Unterricht,

2. Hinweis zu einer zentralen Auftakt-Veranstaltung in Stuttgart unter dem Motto:

»Klima trifft Schule − Wie können wir unsere Schüler/-innen zur Umsetzung des Pariser Abkommens sensibilisieren, befähigen und ermutigen?«

Die Veranstaltung wird am 9.12.2017 in der Universität Stuttgart stattfinden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Programm der Auftaktveranstaltung

Es soll in 50 Jahren nicht heißen »Wenn wir das gewusst hätten ...«

Vollständiger Aufruf

Kommentare  

# Jörg Faber 2018-02-26 11:41
Der C02- Gehalt in der Atmosphäre beträgt 0,0038 %.
Allein diese Zahl stellt die Frage, wer so blöd ist, C02 für einen Verursacher von Erderwärmung zu halten. Wieso sagen Sie nichts zu dieser Lüge? Werden Sie gezwungen?
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# Thielen-Redlich Harald 2018-08-19 10:00
Am Rande zu Ihrem Zahlenwert: Vor zehn Jahren lag der CO2-Gehalt der Atmosphäre bei ca. 0,038% (von da stammt wohl der Zahlenwert, den Sie aber um genau eine Größenordnung verkleinern); heute sind wir bereits bei über 0,04%.
Zur Hauptsache: Sie fegen die Lehrmeinung einer Naturwissenschaft, an der sich Tausende Forscher teils lebenslang abgearbeitet und sich mit den anderen in einem wissenschaftlichen Prozess geeinigt haben, mit einer einzigen unsachlichen Bemerkung einfach hinweg. Solches Verhalten in Foren nennt man Trollen. Ich denke insofern nicht, dass sich eine Diskussion mit Ihnen lohnt.
Falls Trollbeiträge wie Ihrer hier überhand nehmen (und damit sollte der MNU rechnen), sollten sie eingeschränkt oder ganz wegzensiert werden, denn hier möchten Lehrer sich sachlich über die Thematik austauschen.
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# Thielen-Redlich Harald 2018-08-19 10:01
Für diejenigen, die ggüber ähnlichen, leider wieder zunehmend gehörten Äußerungen, erstmal nach Luft schnappen und dann um Worte ringen: Lassen Sie sich nicht beeindrucken. Diese Leute sind keine Klimawissenschaftler. Sie arbeiten entweder bezahlt für ein System von Denkfabriken, die geschickt Zweifel säen (siehe Monitor-Beitrag vom 16.08., bei Naomi Oreskes (The Merchants of Doubt. Bloomsbury. London 2010) oder bei exxonknew.org, huffpost etc.). Oder es handelt sich um blutige Laien, die in diesen Zweifeln die letzte Rechtfertigung eines Weltbilds sehen, das sie ihr Leben lang gepflegt haben und das beim Anerkennen der Lehrmeinung in sich zusammenfiele.
Sie haben seit Jahrzehnten ein Standardrepertoire von Argumenten, die sich oftmals widersprechen, und greifen je nach öffentlicher Wahrnehmung auf das eine oder andere zurück: es wird gar nicht wärmer, die Sonne ist schuld, die menschlichen Aktivitäten sind ggüber der Natur völlig unbedeutend, CO2 ist kein Treibhausgas oder viel zu wenig vorhanden, die Sonnenwinde beeinflussen die Wolkenbildung, Wasserdampf wirkt viel stärker, das Klima hat sich immer gewandelt und die Industrieländer werden sich anpassen (was für ein Sozialdarwinismus angesichts der anrollenden Klimaflüchtlings-Krise, zu deren Bekämpfung europahörige Regimes in Afrika gerade aufgerüstet werden).
Für diejenigen, die solche Propaganda in der Öffentlichkeit mitbekommen (z.B. als Lehrer vor einer Klasse oder bei einer öffentlichen Veranstaltung) und die anderen Zuhörer nicht damit allein lassen wollen, ganz kurz die wichtigsten Fakten:
Paläoklimadaten zeigen mit großer Zuverlässigkeit, dass bis zum Anthropozän (ich übernehme gern den Begriff von Paul Crutzen) die Sonneneinstrahlung der treibende Faktor beim Klima war. Ursache eines Wandels von kalt zu warm war immer zuerst ein Anstieg der solaren Einstrahlung (z.B. durch bestimmte Phasen der Ekliptik). Die CO2-Konzentration stieg in der Folge durch Verschiebung chemischer Gleichgewichte. Die Zunahme an CO2 wirkte in einer positiven Rückkopplung verstärkend auf die erhöhte Sonneneinstrahlung, d.h. die Temperaturen stiegen weiter, als es ohne CO2 möglich gewesen wäre. CO2 war also schon damals ein potentes Treibhausgas.
Im Anthropozän wurde der Mensch dann zum bedeutenden CO2-Emittenten. Wir kennen keine bessere Erklärung der rasanten Temperaturzunahme seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts als anthropogene Treibhausgase, in erster Linie CO2. Weit schlimmere Rückkopplungen durch Methan aus Methanhydraten und Permafrost stehen zu befürchten, wenn wir nicht sofort Gegenmaßnahmen ergreifen - man spricht von einer möglichen Heißzeit bei Überschreitung sog. Kipppunkte.
Dass CO2 Treibhauswirkung hat, bemerkten John Tyndall und Eunice Foot unabhängig voneinander schon vor über 150 Jahren, und vor über 100 Jahren schätzte Svante Arrhenius die Temperaturzunahme in derselben Größenordnung, wie sie heute messbar ist. Eben diese Vorhersagen hat Exxon in den 60er Jahren von Klimaforschern überprüfen lassen - und als diese Überprüfung positiv ausfiel, wurden PR-Profis engagiert, um die Öffentlichkeit vom Gegenteil zu überzeugen.
Wasserdampf ist zwar aufgrund der Mengen in der Troposphäre ein weit stärkeres Treibhausgas als CO2; das Problem beim CO2 liegt jedoch in der Wirksamkeit in der Stratosphäre, wo der Wasserdampf 'rauskondensiert ist, und wo die IR-Strahlung die Erde (incl. Atmosphäre) endgültig verlassen muss. Genau diese Luftschichten liegen wie eine Decke auf der Troposphäre. Man spricht vom IR-Fenster, das durch CO2 geschlossen wird - auch bei Konzentrationen unter 0,1%.
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